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BNetzA veröffentlicht Zahlen zur Gasversorgung 2025

12.01.2026 Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Jahreszahlen zur Gasversorgung für das Jahr 2025 veröffentlicht. Datengrundlage ist die Informationsplattform der BNetzA für Energiemarktdaten SMARD. Einfluss auf den Gasverbrauch haben auch die Temperaturen. Im Mittel lagen die Temperaturen im Jahr 2025 mit 10,0 Grad auf dem Niveau der Jahre 2018 bis 2021. Vor allem der Februar lag 0,8 Grad über dem Monatsmittel, Oktober und November 2025 hingegen waren jeweils um rund 0,5 bzw. 0,3 Grad kälter als die Vergleichswerte der Vorjahre.

Deutschland hat 2025 insgesamt 864 TWh Gas verbraucht, knapp 2,2 % mehr als im Vorjahr (845 TWh). 40 % des gesamten deutschen Gasverbrauchs entfielen dabei auf Haushalte und Gewerbe, 60 % auf Industriekunden. Im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch der Jahre 2018 bis 2021 wurden insgesamt knapp 13,5 % weniger Gas verbraucht.

Nach vorläufigen Zahlen betrugen die deutschen Gasimporte 1.031 TWh (2024: 864 TWh). Die größten Gaslieferanten waren Norwegen (44 %), die Niederlande (24 %) und Belgien (21 %). Über die deutschen LNG-Terminals in Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Lubmin und Mukran wurden 106 TWh Erdgas importiert, was 10,3 % an den gesamten Importen ausmacht. Exportiert wurden 221 TWh Gas, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 89 TWh im Vorjahr. Wichtigste Abnehmer waren Österreich (46 %), Tschechien (26 %) und die Schweiz (13 %).

Durch inländische Förderstätten wurden im Jahr 2025 34 TWh (2024: 36 TWh) Erdgas erzeugt. Deutschland verfügt in geringem Umfang über eigene Förderfelder von Erdgas. Daneben wird auch aus anderen Prozessen Gas in das Netz eingespeist, vor allem aus der Biosgasproduktion.

Nach der Gasspeicherfüllstandsverordnung (GasSpFüllstV) gelten zum 01.11.2025 folgende Zielvorgaben für Gasspeicherfüllstände: 80 % für alle Speicheranlagen (Regelfall) und 45 % für die Anlagen in Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Rehden, Stockstadt und Uelsen. In der Gesamtbetrachtung führt dies zu einem Füllstand über alle deutschen Speicher von 70 %. Dies ist auch nach europäischen Vorgaben ausreichend. Diese Zielvorgabe über alle deutschen Speicher wurde erfüllt.

Ab August 2025 lagen die Speicherfüllstände überwiegend unterhalb des Füllstands- Minimums der Jahre 2018 bis 2021. Allerdings hat sich in den letzten Jahren die Versorgungslage aufgrund unterschiedlicher Importmöglichkeiten und veränderter Gasflüsse gewandelt. Dies erlaubte veränderte Absicherungsstrategien von Händlern und Versorgern. Aktuell sind die Gasspeicher zu 47 % gefüllt. Seit dem 15.11.2025 werde laut BNetzA im Wesentlichen ausgespeichert. Der Füllstand zu Beginn des neuen Jahres liegt zwar deutlich unter dem Stand des Vorjahres, aber vor dem Hintergrund der veränderten Markt- und Flusssituation in einem angemessenen Rahmen.

– BNetzA –

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