Sektorgutachten Energie der Monopolkommission
04.11.2025 In ihrem 10. Sektorgutachten „Energie 2025: Wettbewerb und Effizienz für ein zukunftsfähiges Energiesystem“ gemäß § 62 EnWG hat die Monopolkommission erneut die Situation des Wettbewerbs im Ladeinfrastrukturmarkt betrachtet. Es empfiehlt zentrale Reformen für die Energiesysteme in Deutschland, um Wettbewerb und Effizienz zu fördern, insbesondere in den Bereichen Strom, Fernwärme, Gas und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.
Zu erwähnen sind u.a.
- Dynamische Netzentgelte: Die Monopolkommission fordert die Einführung dynamischer Netzentgelte, um die Nutzung der Stromnetze zu optimieren und Überlastungen zu vermeiden. Dies würde es ermöglichen, Erzeugung und Verbrauch besser zu steuern und die Integration erneuerbarer Energien zu fördern. Das setzt auch den Einbau moderner Messeinrichtungen voraus. Zur Finanzierung sollen alle Letztverbraucher zu einer separaten Netzentgeltkomponente herangezogen werden – basierend nach dem Verursacherprinzip auf einem Leistungspreis übergangsweise als fixer Grundpreis, der zwischen Haushalten und Unternehmen mit und ohne Eigenversorgung differenziert.
- Fernwärmemarkt: Empfohlen wird, eine gesetzliche Zugangsregelung einzuführen und auch die Preisregulierung grundlegend zu reformieren. Dies etwa mit Einführung eines Benchmarks zur Preisbegrenzung.
- Preistransparenz: Es wird empfohlen, die Preistransparenz für Endverbraucher zu erhöhen, um den Wettbewerb zu stärken und lokale Monopole zu vermeiden, insbesondere im Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Eine nationale Preistransparenzstelle soll mehr Transparenz und Vergleichbarkeit in die sogenannten Ad-hoc-Preise der Ladeinfrastrukturbetreiber (CPO) bringen.
- Digitalisierung der Netze: Eine umfassende Digitalisierung der Energiesysteme wird als notwendig erachtet, um die Effizienz zu steigern und die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen.
– MS –

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